Fachgruppe Zahnmedizin

Frankfurt am Main e.V.

8. Semester Praxis

Für den Prothetik I Kurs muss man sich qualifizieren. Dafür gibt es das so genannte 14-tägige Simulationsmodul. Dort wird alles noch einmal abgeprüft, was bisher in der Prothetik gelehrt wurde, bzw. womit man in diesem Kurs ständig konfrontiert wird und was praktisch sitzen muss. Quasi als Probelauf unter Prüfungsbedingungen, bevor es dann an den Patienten geht.

Inhalte des Simulationsmoduls:

Das Simulationsmodul besteht aus einem theoretischen und praktischen Teil.

Zuerst müsst ihr die Eingangsklausur bestehen. Diese besteht aus Fragen zur Prothetikvorlesung des letzten Semesters zu herausnehmbaren oder festsitzenden Zahnersatz. Bei Nichtbestehen gibt es eine Nachholklausur. Altfragen gibts in unserem Downloadbereich.

Nach erfolgreichem Bestehen folgt der praktische Teil. Hier lernt ihr in mehreren Seminaren und Vorlesungen die Themen für die folgende praktische Prüfung, des sogenannten OSCE. 

Der OSCE besteht aus 5 bis 6 Stationen. Die erste Station ist immer das Präppen am Frasaco Modell im SimLab und zählt 50% der gesamten OSCE-Note. In den letzten Semestern kamen oft Vollkeramikkronen oder-brücken, Teilkronen oder auch -brücken sowie Klammerauflagen dran. Ihr habt dann für das Präppen halbtags Zeit

Der zweite Teil des OSCE sind 4-5 weitere Stationen und erfolgt meistens ein paar Tage nach dem Präppen. Das Ganze findet im Pool statt und ihr habt pro Station 5 Minuten Zeit und jeweils 1 Minute vorher, um die Aufgabenstellung zu lesen. Jede Station wird unterschiedlich stark gewichtet.

In den letzten Semestern waren es eine Anamnesestation mit echtem Patienten, ein oder mehrere Zuordnungsstationen (z.B. alle Instrumente und Materialien rauslegen für eine geschlossene Implantatabformung), eine Implantatstation (Implantatsysteme sortieren), eine Fragebogenstation (Fragen zum vorherigen Patientengespräch beantworten) und eine Palpationsstation (Kiefergelenk und Kaumuskulatur)

Falls ihr im OSCE durchfallt, müsst ihr ein paar Tage später in die mündliche und praktische Nachprüfung bei Prof. Lauer oder Frau Dr.Brandt, dort müsst ihr erneut Präppen und eine mündliche Prüfung zu allen Prothetikthemen ablegen (festsitzend+herausnehmbar)

Habt ihr alle diese Hürden genommen seid ihr endlich im Prothetik I Kurs und könnt erstmal etwas entspannen. Zwar folgen in den ersten Wochen viele Infos zum Ablauf des Kurses, aber das Schwierigste ist geschafft! Danach habt ihr unserer Erfahrung nach keine Probleme im Kurs. Alle Kursassistenten sind sehr nett und geduldig!

 

Hier einige Tipps:

  • Lernt für die Eingangsklausur nicht nur mit den Vorlesungen und Büchern, sondern auch unbedingt mit Altfragen
  • Organisiert euch vor Beginn des Simulationsmodell im Semester und tragt euch im LernLab ein zum Präppen. Oft muss man wieder ein Gefühl bekommen für die Frasaco-Zähne
  • Fragt die höheren Semester oder uns was im letzten OSCE drankam
  • Seid bei der Beurteilung eurer Arbeiten selbstkritisch und nehmt lieber mal eine Abformung mehr, als dass ihr später die ganze Arbeit nochmal machen müsst.
  • Schaut euch immer mal wieder die Behandlungsschritte zu euren Arbeiten an. Nichts ist unangenehmer als vor dem Patienten nicht auf Fragen des Assistenten antworten zu können.
  • Haltet den Arbeitsplatz immer aufgeräumt, besonders wenn der Oberarzt eure Behandlungsbox betritt.
  • Es herrscht oft ein Patientenmagel in den prothetischen Kursen
  • Ihr könnt euch Patienten aus dem vorherigen Kons I Kurs mitbringen, falls sie prothetischen Behandlungsbedarf haben.
  • Verlasst euch nicht darauf, dass die Assistenten euch mit Patienten überschütten. Eigeninitiative wird verlangt. Es kann auch dazu führen, dass ihr aufgrund des Patientenmangels nicht immer behandeln könnt. Das Bewertungssystem wurde in beiden Prothetik Kursen kürzlich erneuert:
  •         Ein Testatheft wird zu Beginn des Kurses ausgeteilt.
  •         Eine Bewertung der geleisteten Arbeit wird vom Assistenten eingetragen und muss von euch gegengezeichnet werden.
  •         Die Gegenzeichnung bedeutet jedoch keine Anerkennung der Bewertung. Solltet ihr kein Verständnis für die Bewertung haben könnt ihr euch an den OA der Prothetik wenden.
  • Des Weiteren muss fast jede Präparation vorher probepräpariert werden und für jeden Patienten muss vorher ein Behandlungsplan geschrieben werden
  • Im Labor bekommt ihr ein paar Plätze zugewiesen und müsst sowohl Labordienste als auch Putzdienste ableisten, die ihr testiert bekommt. – Ihr müsst einige Arbeiten selbstständig im Labor erledigen und testieren lassen, jedoch kollidieren diese Zeiten oftmals mit an deren Vorlesungen. Daher solltet ihr euch gut organisieren und ein paar Tage im Voraus planen.
  • Es gibt keine Leistungen wie im Kons I Kurs, die ihr zwingend erbringen müsst. Dennoch müsst ihr eure zugeteilten Patienten fertig behandeln!

 

Kieferorthopädie

  • In diesem Semester stellt ihr euch gegenseitig Platten mit handgebogenen Klammern her. Dazu nehmt ihr euch gegenseitig Checkbisse und Alginatabdrücke. Fangt frühzeitig hiermit an, da erfahrungsgemäß zu Beginn des Prothetik I Kurses noch mehr Zeit vorhanden ist.

Die gebogenen Klammern müsst ihr diesmal den KFO-Assistenten vorzeigen, die etwas strenger sind. Lasst euch nicht zu viel Zeit bis zum Ende des Semesters, sondern bringt diese etwas nervige Angelegenheit möglichst schnell hinter euch.

 

Chirurgie (OP I Kurs)

  • Ihr extrahiert das erste Mal in der Chirurgie Zähne. Dazu werdet ihr in Gruppen aufgeteilt und Assistenten zugeteilt, die euch während der Extraktion beaufsichtigen.
  • Zu Semesterende solltet ihr fünf einwurzlige und fünf mehrwurzlige Zähne extrahiert haben, um an der Abschlussklausur teilnehmen zu dürfen.
  • Auch hier solltet ihr versuchen, so schnell wie möglich loszulegen, da einige Assistenten in der Chirurgie nur sehr wenig Zeit für euch einplanen. 

Pathohistologie-Praktikum

  • Dieses Praktikum findet immer montagabends statt. Einigt euch direkt zu Semesterbeginn mit dem Dozenten auf eine akademische viertel Stunde, da ihr manchmal erst spät aus der Behandlung im Prothetik I Kurs kommt.
  • Ihr werdet verschiedene Präparate mikroskopieren und könnt jederzeit Fragen stellen, da der Dozent wirklich sehr nett und hilfsbereit ist. Zu Semesterende müsst ihr ein paar Präparate direkt unter dem Mikroskop erkennen, ansonsten erwartet euch eine mündliche Prüfung.
  • Vorbereitung unter Homepage der Pathologie

 

Notdienst

  • Der Notdienst gehört zur Poliklinik der zahnärztlichen Chirurgie und Implantologie. Deshalb arbeitet ihr immer mit einem Chirurgen zusammen. An den Wochenenden kommen dann zusätzlich Leute aus den anderen Polikliniken dazu.
  • Hier werdet ihr im 8. Semester erstmals zu sogenannten Pflichtdiensten eingeteilt, denen ihr nachkommen müsst.
  • Später könnt ihr auch freiwillige Dienste leisten und euch ein wenig Geld dazu verdienen, was manchmal ja nicht schaden kann.
  • Die Notdienste sind in der Regel sehr lehrreich; am Wochenende jedoch auch sehr stressig.
  • Pförtnerdienste (Rezeptionsarbeit) werden immer bezahlt, Pflichtdienste hingegen nur am Wochenende. Daher solltet ihr euch rechtzeitig bei Frau Trimpou melden, falls ihr Einteilungswünsche habt. CAVE: Falls mal etwas im Notdienst verloren gehen sollte wird die Zahnklinik auf euch zugehen und von euch den Ersatz verlangen. Passt auch auf, dass ihr keine Sterifehler begeht. Im schlimmsten Fall gibt es sonst Strafnotdienste.
  • Der Notdienst ist wochentags von 17:00 bis 23:30 Uhr geöffnet und am Wochenende von 9:00 bis 22:00 geöffnet.

 

Chirurgie (Practicando II)

  • Hierbei handelt es sich um einen einwöchigen Ferienkurs nach dem 8. Semester (Einteilung durch Semestersprecher)
  • OP-Assistenzen sind zu machen und zu protokollieren, Krankengeschichten zu schreiben und kleine praktische Arbeiten sind durchzuführen (Naht-Ex, Streifenwechsel etc.)

 

Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie Praktikum (MKG)

  • Dieses Praktikum dauert eine Woche und findet in den Ferien nach dem 8. Semester statt.
  • Die MKG hat eine Poliklinik (Haus 23B UG) und Station (Haus 11 (11-3))
  • Hier müsst ihr euch Operationen ansehen, Protokolle schreiben, Krankengeschichten schreiben, Visiten mitmachen, Blut abnehmen, Verbände wechseln, Nähte entfernen, Aufnahmedienste mitmachen u.v.m.
  • Das MKG-Praktikum ist sehr lehrreich und eröffnet euch den Blick über den Tellerrand hinaus, den ihr nicht scheuen solltet.

 

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